Erotica

Nymphe

Mit weit gespreizten Beinen schiebe ich beide Finger langsam in mich rein, ganz tief, passend zur Musik, die uns umgibt. Es ist feucht, der Saft umschließt mich in willkommener Wärme und ich bemerke, wie seine Stirn zu schwitzen beginnt.

Von Anne Lomberg am Oktober 22, 2023 -
Aktualisiert am Oktober 24, 2023

Auch auf Englisch verfügbar
Nymph

Sie hat es anscheinend schon überall und mit jedem getrieben. Wenn sie spricht, bergen ihre Worte eine gewisse Gleichgültigkeit, als ob sie sich ebenso vor mir breitbeinig hinlegen würde. „Es macht mir nichts aus.“, sagt sie. „Sex ist überbewertet. Am Ende ist es nichts anderes als zwei Genitalien, die miteinander verschmelzen und im besten Fall Körpersäfte austauschen. Ich könnte dir genauso gut in den Mund spucken.“ Interessanter Gedanke, ich schreib ihn auf. In meiner Dissertation will ich so genau wie möglich sein und hab dafür im Netz nach passenden Kandidatinnen gesucht. Nina hatte bereits ein aussagekräftiges Profil auf diversen Plattformen wie OnlyFans und Pornoroulette, sodass ich neugierig wurde.

Für unsere Treffen und ihre anonymen Berichte bezahle ich, im Gegenzug gibt sie mir Einblicke in ihr Privatleben. Ich sitze auf ihrer Couch in der großzügigen Loftwohnung, während sie eifrig zum Küchentresen läuft. Es wirkt alles leicht chaotisch und dennoch seltsam aufgeräumt, als hätte sie ein Konzept entwickelt, um von ihrem extravaganten Lebensstil abzulenken. Ich schiebe meine Brille zurecht und zupfe meinen Rock etwas über die Knie, um meine entblößten Schenkel zu verbergen. „Also du sagtest, du triffst manche Männer mehrmals die Woche?“, rufe ich ihr hinterher. Seitdem ich hier bin, hat sie sich geduscht, ihre Haare gewaschen, ständig an ihrem Handy rumgespielt und nach irgendwelchen Kleidungsstücken gekramt. Mit Handtuch um den Kopf und einem ziemlich knappen Kimono bekleidet, streckt sie sich zum obersten Regal. Ihre Beine sind schlank und durchtrainiert. Ich erkenne die Schattierungen ihres runden Hinterns und wenn ich mich etwas weiter nach vorn beugen würde, könnte ich noch mehr sehen. „Ja, aber nicht nur Männer.“, unterbricht sie meine Gedanken. „Ah, da ist er ja. Ich hab schon ewig keinen Cognac mehr getrunken, aber heute ist ein guter Tag, meinst du nicht?“ „Nicht für mich bitte, bleiben wir beim Thema.“, räuspere ich mich und richte meine Aufmerksamkeit wieder auf die Notizen. „Ach komm sei nicht so steif. Du musst dich mal ein bisschen locker machen.“, und obwohl ich Nein gesagt hatte, verteilte sie den Cognac bereits in zwei Schwenker. Geschmack hat sie, das muss man ihr lassen.

Mit den Gläsern in der Hand tänzelt sie auf mich zu und lässt sich neben mir auf die Couch fallen. „Auf eine fruchtbare Zusammenarbeit. Cheers!“, ich stoße mit ihr an, bevor ich an dem Getränk rieche und einen zaghaften Schluck nehme. Es schmeckt weniger intensiv, als ich gedacht habe, sehr vollmundig und blumig, befremdlich gut. „Das ist ein Rémy Martin. Hab ich von einem Date geschenkt bekommen.“, sagt Nina mit einem verschmitzten Lächeln. Ich lächle zurück und nehme einen weiteren Schluck, während sie das Handtuch vom Kopf zieht. Ihre Haare sind lang, irgendwie blonder als auf den Bildern ihrer Webseite. Es gefällt mir, wie sie sich mit den Fingern durch die einzelnen Strähnen fährt und versucht, das Wirrwarr auseinander zu bekommen. Es ist das erste Mal, dass sie nicht auf ihr Handy schaut oder hektisch durch die Wohnung läuft. In diesem Moment erkannte ich ihre makellose Schönheit, Reinheit könnte man fast sagen, wie unpassend das auch klingen mag, denn immerhin ist sie eine Professionelle. In unserem Chat, bevor wir uns überhaupt getroffen haben, hat sie mir erzählt, dass sie jeden Tag mindestens zweimal zum Orgasmus kommt, ob allein mit verschiedenen Leuten oder einer Person spielt dabei keine Rolle. Ich fand das erstaunlich in Anbetracht meiner Dissertation über nymphomanisches Verhalten, da es fast schon etwas Lustloses hatte, etwas, das wieder diese Gleichgültigkeit barg, wie ein liebloser Händedruck, den man am Tag das ein oder andere Mal austauscht.

„Erzähl mir von den Menschen, die du öfters trifft. Warum meinst du, wollen sie dich wiedersehen und warum lässt du dich darauf ein?“, frage ich und lehne mich weiter von ihr weg, um sie besser zu beobachten. Sie nippt an ihrem Cognac und zündet sich eine Zigarette an. „Hauptsächlich, weil sie einen bestimmten Fetisch haben, den ihre Partner nicht erfüllen können oder weil sie mich einfach so sehr vermissen.“, lacht sie, zwinkert mir zu, inhaliert einen tiefen Zug ihrer Zigarette und pustet den Qualm zur Decke. „Nein, im Ernst, es gibt viele, die eine emotionale Bindung aufbauen, auch wenn es natürlich eine Transaktion ist, irgendwie kommt man sich näher und lernt sich über die Zeit kennen. Wie eine Beziehung eben, nur mit garantiertem Sex. Man erfüllt eine riesige Aufgabe, weißt du? Das ist eine intensive psychologische Verantwortung, die über das körperliche hinausgeht. Manchmal fühl ich mich nach solchen Dates echt total ausgelaugt.“ Das wiederum erklärt ihre Gleichgültigkeit. „Ich würde gern mehr über die Fetischgeschichten erfahren. Kannst du auf ein konkretes Beispiel eingehen?“ Ich beuge mich vor, trinke mehr von diesem köstlichen Cognac und spüre die Hitze in mir aufsteigen. Über meine Brille, die bereits bis zur Nasenspitze verrutscht ist, schaue ich in Ninas Augen und versuche die Worte mit ihren Handlungen zusammenzubringen. Sie drückt die halbgerauchte Zigarette in dem Kristall-Aschenbecher aus, nimmt sich abrupt ihr Glas vom Tisch und lehnt sich zurück, als würde sie mir die Geschichte ihres Lebens erzählen. Beiläufig kratzt sie sich am inneren Oberschenkel, bevor ihre Hand auf dem Schoß zum Stillstand kommt und sie mit der anderen ihren Kopf stützt. Ihr Kimono zeigt mehr als er sollte; subtile Sinnlichkeit. Es ist mir nicht entgangen.

„Es gibt da einen Komponisten, der mich regelmäßig in sein Haus einlädt. Wir kennen uns mittlerweile schon mehrere Jahre. Am Anfang dachte ich, ok, das nenn ich mal originell, denn sein Wunsch war alles andere als alltäglich, aber wie du dir sicherlich denken kannst, bin ich ein Freund kreativer Ideen. Also immer, wenn ich zu ihm komme, bittet er mich, mich auszuziehen und auf der Ecke seines Esszimmertischs Platz zu nehmen. Völlig nackt sitze ich dann vor ihm, während er hin und herläuft, meinen Körper wie ein Meisterwerk betrachtet und dabei diese kleinen Zuckungen in seinen Fingern bekommt. Meistens hören wir seine Musik, Kompositionen aus dem großen Opernhaus, wie er so schön sagt. Viel unterhalten tun wir uns eh nicht. Es läuft stets gleich ab. Ich komme zu ihm, ziehe mich aus und setze mich auf seinen exklusiven Minotti. Daneben stehen fünf verschiedene Nagellackfarben zur Auswahl, mit denen ich jeden einzelnen Finger anders lackiere. Es geht ihm dabei nur um die rechte Hand, die andere bleibt unlackiert. Während die Farben trocknen, holt er sich seinen Pianohocker, den er ordentlich vor mir positioniert, um sich dann mit diversen Notenblättern und Stift ans Werk zu machen. Er trägt eine Brille wie du und schielt immer über den Rahmen hinweg. Ich sehe ihn selten lachen, er kommt mir getrieben vor wie jemand, der nachts kaum schläft und tagsüber versucht, die Reste seiner Träume zusammenzufügen. Die Arbeit ist das Einzige, was ihn glücklich macht, hat er gesagt. Ohne seine Kompositionen wüsste er nicht, was er auf dieser Welt anfangen sollte. Deswegen nehme ich meine Besuche auch so ernst, weil ich weiß, dass sie ihm verhelfen, neue Stücke zu arrangieren. Ich sitze also nackt auf der Ecke seines Tisches und warte auf seine Anweisungen. Diese Anweisungen beziehen sich auf die Farbe meiner Nägel. Wenn er z.B. Grün sagt, soll ich mir den Ringfinger tief in meine Pussy einführen, wenn er Blau fordert, ist es mein Mittelfinger usw. Meine Beine sind angewinkelt und weit gespreizt, damit er den bestmöglichen Blick erhält. Rot ist mein Daumen, der massiert meine Klit im Takt der Begleitmusik. Ich denke dabei an meine Pussy als Musikinstrument, genau so fühlt es sich an. Es turnt mich unglaublich an, wenn ich sehe, wie er auf seinen Notenblättern herumkritzelt mit hoch konzentrierter Miene, seine Finger in der Luft zum Tanzen bringt und die Farben ruft, die ich einführen soll. Ich werde feucht, während er meine Pussy dirigiert und mich dabei zum herrlichsten Orgasmus überhaupt treibt.

Beim letzten Treffen wollte ich etwas anders machen. Ich wollte auch ihn zum Orgasmus bringen. Er sollte einfach mal loslassen, die ganze aufgestaute Energie ist einzig für seine Musikstücke reserviert. All die rastlosen Gedanken würden vielleicht zumindest für eine Nacht zur Ruhe kommen. Ich sitze also auf seinem Minotti wie immer, nur jetzt höre ich nicht mehr auf seine Anweisungen, sondern führe mir Grün und Blau zusammen in meine Pussy ein. Ich habe bemerkt, dass diese Finger bei ihm etwas auslösten. Mit weit gespreizten Beinen schiebe ich beide Finger langsam in mich rein, ganz tief, passend zur Musik, die uns umgibt. Es ist feucht, der Saft umschließt mich in willkommener Wärme und ich bemerke, wie seine Stirn zu schwitzen beginnt. Er setzt seine Brille ab, legt die Notenblätter mit zittrigen Händen zu Boden und öffnet seinen Hosenstall. Zum ersten Mal bekomme ich seinen Schwanz zu sehen. Ich dachte mir schon, dass er eher schmächtig sei, dafür aber von ästhetischer Form. Seine Eichel glitzert, mit zügigen Bewegungen beginnt er zu wichsen, während sein Blick auf meine empfängliche Mitte gerichtet bleibt. Ich höre nicht auf, in mich zu stoßen und konzentriere mich auf die unmittelbaren Klänge, vielleicht ein Stück, was er durch mich komponiert hat. Dieser Gedanke berauscht mich völlig, sodass ich beide Finger tief und heftig in mich stoße, während ich mit Rot meine Klit bearbeite. Ich schiebe meinen nackten Po über die Tischkante, spreize meine Beine in der Luft, treibe mich und ihn an. Den meisten Genuss erhalte ich jedoch durch seine Befriedigung. Ich beobachte, wie sein Gesicht sanft wird, es bekommt fast etwas Freundliches, etwas, das ich noch nie zuvor gesehen habe. Seine Augen starren wie in Hypnose auf meine Pussy und die Finger, die ich mir nun in schnelleren Bewegungen einführe, werden bei jedem Stoß nasser. Er blinkt nicht, an seinen Wangen perlt der Schweiß herunter und ich weiß, dass er kurz davor ist, zum Höhepunkt zu kommen. Seine ganze Haltung versteift sich, während der Pianostuhl über das Parkett kratzt und der heiße Samen aus seiner Eichel fließt.

Wenn ich so darüber nachdenke, sind es diese Momente, die mich am meisten erfüllen. Nicht der Sex, das immer wiederkehrende Rein und Raus Spiel, sondern das Beobachten, das langsame Erblühen von Begierden. Ich könnte meinen Kimono ausziehen, meine Beine spreizen, mich berühren und schauen, was es mit dir macht. Aber natürlich nur für einen Aufpreis.“, sagt sie mit einem breiten Grinsen auf ihrem makellosen Gesicht, während zwischen meinen Schenkeln die eigene Begierde bereits erblüht ist.

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